Attacke in Willingen!

Für den 2. Lauf des German Downhill Cup (GDC) in Willingen war ich, wie meine Race and Style-Woinem Teamkollegen, total motiviert und gespannt auf die Ereignisse die dort geschehen würden. Nach meinen zwei letzten Rennen in Maribor, wo ich mit der Strecke mit meinem Bike nicht zurecht kam und in Winterberg, wo ich gesundheitlich ziemlich angeschlagen war, wollte ich unbedingt wieder das Gefühl haben, dass ich noch schnell fahren kann.

Freitag haben wir zuerst unser Lager aufgeschlagen, um sicher zu sein, dass wir bei schlechtem Wetter trocken bleiben. Anschließend sind Jannik und ich zum Track Walk gegangen, um Stück für Stück die Piste zu analysieren und sie in unseren Köpfe abzuspeichern. Die Streckenführung war im Vergleich zu der World Cup Strecke etwas entschärft. Mit vollem Risiko fahren war nicht mehr angesagt! Auch gut ;) Das Training konnte kommen!

 

Nach unserem ersten Trainingslauf sind Andreas Sieber und Karsten Schäfer zu uns gestoßen.  Ab diesem Zeitpunkt bin ich fast immer vorne gefahren mit Andreas direkt an meinem Hinterrad. So viel Spaß habe ich lang nicht mehr am Biken gehabt. Einfach laufen lassen und die gewählte und abgesprochene Linie mit Vollspeed treffen. Nach 4 Abfahrten waren wir nochmals alle Schlüsselstellen durchgegangen und hatten alle Alternativen (für jede mögliche Wettersituation) ausprobiert.

Samstag sind wir gegen 8.30 Uhr am Fahrerlager eingetroffen. Nur bis 10.00 Uhr war der Lift für die Biker nutzbar! An der Ettelsbergshütte, in der Nähe des Starts, startete die allwöchentliche Party . Dort sollten um die 3000 Personen mit dem Lift nach oben befördert werden. Zum Glück war es doch möglich, trotz dieser Menschenmassen, als Biker mit der Gondel bis 13.00 Uhr wieder transportiert zu werden.

Der Seeding Run lief ordentlich. Bis auf einen leichten Steher war alles OK. Ich habe mich recht schnell gefühlt und habe bis auf den Adidas Drop, bei dem ich bei der Landung von den Pedalen abgerutscht bin, alles getroffen. Mit der 5. Zeit in der Masterklasse (Ü30) war ich sehr zufrieden.

Die Wetterprognose für Sonntag waren leider nicht so gut :( Sonntag früh ist das Wetter wie gefürchtet schlecht geworden. Leichter Regen und Nebel haben uns auf der Piste begrüßt! Glücklicherweise haben wir den Abend davor die Reifen entsprechend gewechselt. Die erste Abfahrt war wie auf Eiern fahren. Alle Wurzeln und Steine waren von eine dünnen nassen Schicht Staub bedeckt! Rutschgefahr!!!! Einige Schlüsselstellen mussten wir nochmals sorgfältig betrachten, um später den notwendigen Speed mitnehmen zu können ohne unnötiges Risiko einzugehen.
Gegen 10.00 Uhr hat der Regen dann aufgehört und Dank des Windes trocknete die Strecke relativ schnell ab. Nach meinem letzten Trainingslauf war ich mit meinen Linien und  der Reifenwahl zufrieden. Das Rennen konnte kommen!

Für das Finale war ich sehr motiviert und wollte auf keinen Fall einen Fehler unterwegs machen, weil die Strecke sehr kurz war. Wie immer war die Anspannung kurz vor dem Start recht groß. Ich habe auch gewusst, dass die ersten 300 Meter ziemlich viel bedeuten, um eine gute Zeit zu erzielen. Entsprechend gab ich Gas und touchierte, in der 1. Kurve, den Boden mit den Pedalen. Es gab einen Ruck und ich kam dadurch leicht von der Ideallinie ab. Egal! Vollgas, Augen zu und durch! Als ich in den Wald rein kam merkte ich, dass der Boden noch teilweise leicht feucht war und entschied mich in den zwei Schlüsselstellen/Kurven richtig Gas raus zu nehmen, um zu vermeiden ins Schleudern zu kommen. Vielleicht hätte ich an den zwei Stellen etwas aggressiver fahren können und damit mehr Speed nach unten mitnehmen können. Egal! Hauptsache keine Schmerzen ;) Beim Adidas Drop lief diesmal alles gut, nur die Kurve danach habe ich mich etwas zu weit nach außen austragen lassen und konnte meine geplante Linie nicht optimal treffen.


Danach lief alles ziemlich gut und ich kam für kurze Zeit als bester Fahrer über die Zielline. Meine letzten 4 Konkurrenten kamen leider alle etwas schneller als ich ins Ziel und so konnte ich meine Seeding Run-Platzierung leider nicht verbessern. Mit meinem 5. Platz in der Lizenzklasse Master habe ich gezeigt, dass der Altmeister immer noch schnell fahren kann ;)

Im Resume war Willingen ein sehr gelungenes Wochenende. Meine Athleten/Fahrer haben sich dort super verkauft und gezeigt, dass sich das Training bei mir gelohnt hat:
Andreas Sieber: 1. Elite Men (Lizenz)
Jannik Abbou: 2. U17 (Lizenz)
Karsten Schäfer: 13. Senioren (ohne Lizenz)
Daniel Sauer: 29. Männer (ohne Lizenz)

Die nächste Station ist für mich Saalbach-Hinterglemm. Dort werde ich an dem berühmten “Scott Gang Battle” Massenstart-Rennen versuchen meinen Titel zu verteidigen. Die Konkurrenz bei den Master ist groß! Die Streckenführung ist etwas geändert und wird für einige Überraschungen sorgen! Ich freue mich schon die hohen Berge herunter zu fahren.

Bis bald!

Euer Fréd

 

 

 

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